Friedrich SeidenstückerFriedrich Seidenstckers Fotografien zeigen den Blick des Flaneurs. Bei seinen Spaziergngen durch Berlin fand er im Vorbeigehen seine Motive: nicht das Spektakulre, sondern das Alltgliche, das leicht bersehene. Seine oftmals humorvollen Fotografien entstanden nahe am Geschehen. Die Momentaufnahmen scheinbar ohne technische Finessen oder kompositorisches Kalkl zeichnen ein Schwarz Wei Portrt der kleinen Ereignisse im Berlin der zwanziger bis fnfziger
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Friedrich Seidenstückers Fotografien zeigen den Blick des Flaneurs. Bei seinen Spaziergängen durch Berlin fand er im Vorbeigehen seine Motive: nicht das Spektakuläre, sondern das Alltägliche, das leicht Übersehene. Seine oftmals humorvollen Fotografien entstanden nahe am Geschehen. Die Momentaufnahmen - scheinbar ohne technische Finessen oder kompositorisches Kalkül - zeichnen ein Schwarz-Weiß-Porträt der kleinen Ereignisse im Berlin der zwanziger bis fünfziger Jahre - mit dem Gemischtwarenhändler um die Ecke, den Hausfrauen vor dem Bäckerladen, den Pfützenspringerinnen, spielenden Kindern, dem Berliner Zoo... Friedrich Seidenstücker gelangte über Umwege zur Fotografie. In den frühen zwanziger Jahren nutzte er seine Aufnahmen zunächst als Vorlagen für seine bildhauerische Tätigkeit, bevor er zu Beginn der dreißiger Jahre seine künstlerische Arbeit als Berufsfotograf aufnahm. In zahlreichen Zeitungen und Magazinen wurden seine Arbeiten erfolgreich veröffentlicht. Die kleine, aber feine Publikation ermöglicht einen Blick auf den Fotografen der stillen, humorvollen Sensationen. Zum Fotografen: Friedrich Seidenstücker (Unna 1882-1966 Berlin). Ausbildung zum Maschinenbauer in Hagen und Berlin. Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Ab 1930 Berufsfotograf beim Berliner Ullstein Verlag.