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Buch Bremen sehenBremen sehen Ein Stadtportrait gezeichnet von Isa Fischer, mit Texten von Matthias Hllings Format 15 x 21 cm, Hardcover, 64 Seiten Bremen hat viel zu bieten: Stadtmusikanten, Rathaus, Viertel, Molenturm oder Vegesacker Walkiefer sind gern besuchte Anziehungspunkte. Stadtzeichnerin Isa Fischer entdeckt auf ihren Streifzgen durch ihre Heimatstadt stets neue Perspektiven. Auf aquarellierten Tuschezeichnungen fngt sie mit liebevollem Blick auf Bremen
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Bremen sehen - Ein Stadtportrait gezeichnet von Isa Fischer, mit Texten von Matthias Höllings

Format 15 x 21 cm, Hardcover, 64 Seiten

Bremen hat viel zu bieten: Stadtmusikanten, Rathaus, Viertel, Molenturm oder Vegesacker Walkiefer sind gern besuchte Anziehungspunkte.

Stadtzeichnerin Isa Fischer entdeckt auf ihren Streifzügen durch ihre Heimatstadt stets neue Perspektiven. Auf aquarellierten Tuschezeichnungen fängt sie mit liebevollem Blick auf Bremen besondere Momente ein.

Autor Matthias Höllings vervollständigt ihre Motive mit kurzen stadtgeschichtlichen Informationen. Er geht dabei zum Beispiel der Frage nach, was es mit der „Apotheke Gottes“, dem „Schnorrer aus dem Schnoor“ oder der Firma „Kistentod“ auf sich hat.

Vorwort von Matthias Höllings: Es geht um Gesamtansichten, um Teilaspekte und architektonische Einzelwerke – es geht um Bremen. Isa Fischer stellt ihre Stadt auf aquarellierten Tuschezeichnungen dar, die allesamt in der freien Natur entstanden. Je nach Stimmung und Witterung passt sie die Farben dem Gesamtbild an. So können auch bei schwierigen Lichtverhältnissen triste, graue Häuser heller erscheinen, Ziegelsteine etwas rötlicher leuchten als sonst und sogar das Wasser wirkt im Hafenbecken ein wenig freundlicher. Alles eine Frage der Kreativität, weshalb ihre Arbeiten auch nie einen Abschluss an den Bildrändern aufweisen, sondern im Nichts verlaufen, ohne dass dem eigentlichen Motiv etwas fehlt.

Auf jeden Fall steht eine Zeichnerin dahinter, oder genauer gesagt, sitzt eine davor. Es geht um eine Künstlerin, die seit einigen Jahren außer bei Regen fast das ganze Jahr über mit Tusche, Feder, Pinsel und Klappstuhl in Bremen unterwegs ist – sowohl in der Stadt als auch im Hafen oder in den Parks. Und es geht in ihren Bildern oft um den Glanz vergangener Epochen. Isa Fischer fühlt sich als Stadtzeichnerin dem Motto „Bremen sehen“ verpflichtet und malt das, was sie sieht. 

Die Zeichnungen der Künstlerin geben dem Betrachter etwas, das über die bloße realistische Wiedergabe hinausgeht. Es gilt zu sehen, zu erkennen, zu erahnen, was genau der Charakter oder das Gesicht dieser Stadt ist.

Beispieltext: Bremens Wohnzimmer (der Marktplatz)

Wer zuhause Besuch bekommt, bittet seine Gäste gerne ins Wohnzimmer. Das ist in Bremen nicht anders. Hier ist die „Gute Stube“ der Bremer Marktplatz und gleichzeitig der schönste Ort der Stadt, prunkvoll eingerichtet mit seinen Möbeln (Häusern und Bauten). Mit den Jahren änderte sich die Optik der „Möbelstücke“ oder sie wurden ausgetauscht, um sich dem jeweiligen Zeitgeschmack anzupassen. 

Trotzdem präsentiert sich der Marktplatz noch heute mit einer imposanten Bebauung:
 Unübersehbar der Dom, für den man sich bereits im Jahre 787 exakt diese Stelle aussuchte und der etliche Dekaden brauchte, bis er seine heutigen beiden gleichgroßen Türme erhielt. Auch das „Alte Rathaus“ von 1405 am nordöstlichen Rand des Marktplatzes musste in den letzten Jahrhunderten so manche Verschönerung über sich ergehen lassen – von der Gotik bis zur Renaissance. Genau gegenüber an der Südseite entstand der „Schütting“ als Sitz der „Bremischen Kaufmannschaft“.
 
Auf der westlichen Seite der „Guten Stube“ wurden in den 1950er und 60er Jahren die Kriegsschäden der Bürgerhäuser mit viel Weitsicht beseitigt. Ein weiteres schönes „Möbelstück“ hat in Bremens „Guter Stube“ leider nicht überlebt. Die mit üppigem Zierrat versehene Baumwollbörse im Stil der Neo-Renaissance fiel 1943 den Brandbomben zum Opfer. Sie wurde danach durch ein neues Gebäude ersetzt, bei dem man allerdings bewusst auf den verbindenden Ordnungsfaktor der bis dahin verwendeten Materialien verzichtete. So fanden beim Bau der „Bremischen Bürgerschaft“ Aluminium, Edelstahl und viel Glas Verwendung. Mit ein Grund vielleicht, warum dieses Gebäude nicht nur manchen Einheimischen auch heute noch wie ein etwas artfremdes Möbelstück in Bremens „Guter Stube“ vorkommt.

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