Was hat meine DNA mit meiner Stressresistenz zu tun?
Dopamin ist maßgeblich für die Feinkoordination unserer Stressresistenz zuständig. Neueste Studien zeigen, dass sich Veränderungen in bestimmten Genen modulierend auf die Stressreaktion des Körpers auswirken. Einen entsprechenden Effekt konnten die Wissenschaftler den Genen COMT und MTHFR zuordnen, welche den Dopaminkreislauf beeinflussen.
Ihre genetischen Varianten beeinflussen schließlich, ob Sie in Stresssituationen schnell überfordert sind und körperlich überreagieren, oder einen kühlen Kopf bewahren und die Situation fokussiert bewältigen können.
Mit unserem Selbsttest erhalten Sie Gewissheit, wie Ihr Körper in stressigen Situationen reagiert und wie dies langfristig Ihr Wohlbefinden beeinflusst.
COMT
Das Enzym COMT spielt eine Schlüsselrolle im Abbau von Dopamin und Noradrenalin, wodurch es den Dopaminstoffwechsel und die Neurotransmission im Gehirn reguliert. Genetische Variationen können die Aktivität dieses Enzyms beeinflussen, was sich auf die Leistungsfähigkeit unter Stress auswirkt. Eine rasche Dopaminverarbeitung kann zu einer milderen Stressreaktion führen, während eine langsamere Verarbeitung eine verstärkte Stressantwort zur Folge haben kann. Hohe Dopaminkonzentrationen sind mit bestimmten Erkrankungen verbunden, und das COMT-Enzym ist auch an der Metabolisierung bestimmter Medikamente beteiligt. Darüber hinaus können COMT-Genvarianten das Ansprechen auf Psychopharmaka beeinflussen.
MTHFR
Das Enzym MTHFR spielt eine wichtige Rolle im Methioninstoffwechsel und trägt zur Umwandlung von Homocystein in Methionin bei. Methionin ist in verschiedenen Stoffwechselschritten an der Bildung von Kreatin, Adrenalin und essentiellen Aminosäuren beteiligt. Spezielle Mutationen im MTHFR-Gen lassen jedoch eine thermolabile Variante des Enzyms mit eingeschränkter Funktionalität entstehen, wodurch weniger Methionin gebildet wird und sich übermäßig Homocystein im Körper ansammelt (Hypercysteinämie). Zudem unterbleibt die Synthese weiterer essentieller Zwischenprodukte, die für die Tätigkeiten anderer Enzyme benötigt werden. Da beispielsweise eine bestimmte Form des Methionins an den Tätigkeiten der Catechol-O-Methyltransferase (COMT) beteiligt ist, führt eine verringerte MTHFR-Aktivität zu einer Einschränkung der COMT-Aktivität. Somit wirkt MTHFR regulierend auf den COMT-Pathway.
Wie erfolgt die Auswertung
Das bestellte Testkit beinhaltet alles, was Sie für Ihren Selbsttest benötigen. Die Probennahme ist dabei komplett schmerzfrei und unkompliziert, denn es wird lediglich ein Wangenabstrich benötigt. Die Probe schicken Sie dann im beigefügten Umschlag an uns zurück. In unserem zertifizierten Labor erfolgt anschließend die Auswertung Ihrer Probe. Ihr Ergebnis erhalten Sie dann innerhalb von 5 Tagen.
Die Auswertung selbst erfolgt mittels einer quantitativen Polymerase-Kettenreaktion (qPCR). Die qPCR ist eine schnelle und äußerst sensitive Methode in der DNA-Analytik, die die Überwachung des Analyseprozesses in Echtzeit erlaubt.
Bei der qPCR wird ein bestimmter Abschnitt der DNA isoliert und vervielfacht. Um herauszufinden welche Variante des zu untersuchenden Gens bei Ihnen vorliegt, wird während der Vervielfachung ein oder mehrere Farbstoffe hinzugefügt, die sich durch das Erhitzen der Probe wieder auflösen. Die Fluoreszenz, also das zurückgestrahlte Licht, des angelagerten Farbstoffs wird während des Erhitzungsprozesses in Echtzeit gemessen und gibt Auskunft darüber, welche Variante bei Ihnen vorliegt.
Gibt es etwas zu beachten?
Grenzen der Untersuchung:
Unsere Tests definieren lediglich Ihre bestehenden genetischen Bedingungen. Alle unseren humangenetischen Untersuchungen dienen nur der Abklärung bestehender Verdachtsfälle. Es werden keine prädiktiven Untersuchungen durchgeführt.